Rhizarthrose (Daumensattelgelenksverschleiß)

Bei der Rhizarthrose oder Sattelgelenksarthrose handelt es sich um einen Verschleiß des Gelenks zwischen dem ersten Mittelhandknochen und dem großen Vieleckbein (Os trapezium). Das Gelenk besitzt sattelförmige Gelenkflächen und kann in zwei Achsen bewegt werden.

Bei einer Arthose handelt es sich um einen Knorpelverlust auf den Gelenkflächen, mit knöcherner Randwulstbildung. Zusätzlich können sich freie Gelenkkörper entwickeln, welche eingeklemmt werden können. Die Rhizarthrose verursacht häufig unter Belastung zunehmende Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung des Daumens.

Anfangs entstehen Schmerzen bei Belastungen, wie z.B.  Flasche öffnen, Schlüssel drehen, Knöpfe schliessen, Lappen auswringen. Bald stellen sich aber dauernde Schmerzen ein, die sehr quälend sein können. Die Gegend des Gelenkes ist geschwollen: Druck von außen  auf das Gelenk  verursacht Schmerzen, ebenso das Durchbewegen.

Gesichert wird die Diagnose durch eine ärztliche Untersuchung sowie ggfs. durch eine Röntgenaufnahme. Jedoch gibt das röntgenologische Ausmaß einer Sattelgelenksarthrose keine Auskunft über die Schmerzintensität, die ein Patient empfindet. Es gibt Patienten mit fortgeschrittenen Krankheitszeichen im Röntgenbild, die keine wesentlichen Schmerzen verspüren, und umgekehrt.

Therapeutisch kommen sowohl nicht operative (=konservative) wie auch operative Behandlungen in Frage.

Konservativ wird behandelt mit Bandagen (Orthesen), Medikamenten (Tabletten, Salben, Spritzen) und Bestrahlungen.

Operativ wird am häufigsten eine so genannte Sattelgelenksarthroplastik durchgeführt. Das Prinzip der Sattelgelenksarthroplastik besteht darin, dass einer der beiden am beschädigten Gelenk beteiligten Knochen, nämlich das große Vieleckbein, entfernt wird. Dies kann zur Folge haben, dass aufgrund der fehlenden Abstützung des ersten Mittelhandknochens der Daumen etwas kürzer wird. Um diesen Effekt so gering wie möglich zu halten wurden Operationsmodifikationen entwickelt, bei denen der erste Mittelhandknochen am Nachbarknochen „aufgehängt“ wird, um so ein Abrutschen zu verhindern. Hierzu werden Sehnenanteile aus der direkten Umgebung des kranken Gelenkes verwendet. Es handelt sich dabei um seit Jahrzehnten erprobte Methoden mit hoher Erfolgsquote. Der relativ lange postoperative Heilungsverlauf von etwa zwei bis sechs Monaten und eine gewisse verbleibende Kraftminderung des Daumens sollten jedoch als Nachteil dieser Methode genannt werden.