Hand

Schnappfinger/Schnappdaumen

Bei diesem Krankheitsbild kommt es in etwa zwei von drei Fällen bei dem Versuch, einen Finger oder den Daumen zu strecken, zu einem plötzlichen "Rucken" des Fingers bzw. des Daumens. Nach einem anfänglichen Festhaken springt der Finger, ähnlich der Funktion eines Klappmessers, förmlich in die Streckposition. Dieses Symptom tritt besonders morgens oder nach längerer Ruhe der Hand auf. In einigen Fällen besteht bei diesem Krankheitsbild allerdings kein "klassisches" Schnappen: Hier leiden die Betroffenen besonders morgens an ausgeprägten Schmerzen beim Faustschluss oder auch beim Strecken der Finger. Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, die Faust vollständig zu schließen oder die Finger voll zu strecken. Die ganze Hand fühlt sich steif an. Meist geht den Beschwerden eine Überbelastung bzw. ungewohnte Anstrengung voraus oder eine Stoffwechselerkrankung.

Ein Knoten in der Sehne kann nicht mehr durch das sogenannte Ringband gleiten. Es resultiert ein Verhaken der Sehne im Ringband und das verursacht eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung und das Schappen des Fingers.
Mittels konservativer Therapie kann die Entzündung behandelt werden. Bei nicht abklingenden, weiterhin bestehenden Beschwerden erfolgt die lokale Injektionstherapie als weitere Methode.

Führen alle vorangegangenen Therapien nicht zum gewünschten Erfolg, wird mittels eines operativen Eingriffs das betroffene Ringband gespalten. Dadurch erhält die Sehne wieder mehr Platz. Der Finger muss anschließend sofort bewegt werden, da es sonst zu einer Verklebung der Sehne kommen kann. Diese Operation erfolgt ambulant.