Handgelenk und Ellenbogen

Häufig gestellte Fragen zum Thema Handgelenk und Ellenbogen

  • Daumensattelgelenksverschleiß – Wie gehen Sie damit um?

    Die Rhizarthrose (Verschleiß des Daumensattelgelenkes zwischen dem ersten Mittelhandknochen und der Handwurzel) wird bei leichter Ausprägung mit konservativen Maßnahmen behandelt. Hier wenden wir entlastende Schienen, Spritzenbehandlungen (u.a. mit Hyaluronsäure als Gelenkflüssigkeitsersatz) und Röntgenbestrahlungen an. Bei stärkerer Ausprägung der Sattelgelenkarthrose bestehen beim Patienten ständige Schmerzen mit erheblichen Funktionseinbußen des Daumens. Eine Operation kann den Daumen heilen. Dabei wird der geschädigte Handwurzelknochen über eine kleinen Schnitt entfernt und eine körpereigene Sehne als Platzhalter eingenäht. Schon nach vier bis sechs Wochen kann der Daumen schmerzfrei wieder zunehmend belastet werden!

  • Tennisarm und Golferellenbogen – Welche therapeutischen Maßnahmen bevorzugen Sie?

    Beim sogenannten Tennis- oder Golferarm handelt es sich um eine äußerst schmerzhafte Reizung der Sehnenansätze am Ellenbogen. Die häufig sehr hartnäckigen Beschwerden werden zunächst konservativ, d.h. ohne Operation, mit Bandagen, Spritzen und Stoßwellentherapie behandelt. Mit der Extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) können in den meisten Fällen die Problematik dauerhaft heilen.

    Bei Versagen der konservativen Therapien führen wir eine Operation durch. Dabei werden die Muskeln, die für das Strecken des Unterarmes notwendig sind, am Sehnenansatz eingekerbt. Die OP erfolgt ambulant. Nach anfänglicher Ruhigstellung kann der Ellenbogen nach 10 bis 14 Tagen wieder bewegt werden.

  • Wann operieren Sie ein Karpaltunnelsyndrom?

    An der Beugeseite des Handgelenkes befindet sich der Karpaltunnel. In diesem verlaufen die Beugesehnen sowie der Medianusnerv. Durch Einengung dieses Nervs unter dem straffen Karpaltunnelband wird er in seiner Funktion gestört, was zu Schmerzen und Einschlafgefühl des Daumens, Zeige- und Mittelfingers führt.

    Bei leichten Beschwerden therapieren wir mit einer Nachtlagerungsschiene und lokalen Spritzen. Bei anhaltenden Beschwerden und wenn die Muskelfunktion der Hand beeinträchtigt ist, führen wir eine chirurgische Entlastung des Nervs durch. Bei dieser ambulanten Operation wird das kräftige Karpalband durchtrennt, was im Regelfall zum raschen Verschwinden der Beschwerden führt.

  • Welche Lösungsmöglichkeiten können Sie bei Sehnenscheideneinengungen und "schnellenden Fingern" anbieten?

    Durch eine Entzündung der Sehnenscheiden sowie durch Verdickungen der Sehnen, kommt es zu einem gestörten Gleitmechanismus der Sehnen mit Schmerzen und dem typischen "Schnappen" der Sehnen mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung.

    Durch eine konservative Therapie kann die Entzündung behandelt werden. Bei fortbestehenden Beschwerden erfolgt ggf. eine lokale Injektionstherapie.

    Bei chronischen, therapieresistenten Beschwerden durchtrennen wir operativ das betroffene Ringband bzw. die verengte Sehnenscheide. Diese Operation erfolgt ambulant und ermöglicht eine rasche Wiederherstellung der Finger- und Handgelenksbeweglichkeit.