Hüfte

Häufig gestellte Fragen zum Gelenkersatz an der Hüfte

  • Wie relevant ist die Wahl des Prothesentypus?

    Die Wahl des Prothesentyps ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie z.B. dem Alter des Patienten, dem Ausmaß der Hüftgelenksschädigung und nicht zuletzt auch der Ursache der Arthrose.

    Bei Ihrer Operationsplanung berücksichtigen wir die vielfältigsten patienteneigenen Faktoren. Auf dieser Basis wählen die ONZ-Orthopäden nach eingehender Untersuchung Ihren individuellen Gelenkersatz aus einem Portfolio weltmarktführender Hersteller für eine langfristige Versorgung aus.

  • Muss ich mit dem Verschleiß einer Prothese rechnen und wenn ja, nach wie vielen Jahren?

    Auch das künstliche Gelenk unterliegt einem Verschleißprozess, der zu einer Abnutzung der gelenkbildenden Anteile führt. Winzige Abriebpartikel können eine nicht-bakterielle, entzündliche Erosion des knöchernen Prothesenlagers verursachen. Dies kann, unabhängig von der Verankerung zu einer zusätzlichen Lockerung der Prothese führen. Die Zahlen der aktuellen Literatur belegen eine durchschnittliche Lebensdauer (Standzeit) für Hüftprothesen von ca. 15 bis 20 Jahren.

  • Bin ich zu jung für eine Prothese?

    Grundsätzlich ist niemand zu jung für eine Prothese. Der Patientenwunsch nach einem schmerzfrei funktionierenden Gelenk ohne signifikante Einschränkung der Alltagsaktivitäten und sportlichen Ambitionen besteht in jedem Altersabschnitt. Mit der modernen Endoprothetik ist es mittlerweile sehr gut möglich diesem Wunsch gerade auch bei jüngeren Patienten zu entsprechen. Dem Grundsatz: „Ein Leben mit Schmerzen ist kein wirkliches Leben“ tragen die Orthopäden im ONZ in vollem Umfang Rechnung.

  • Gibt es alternative Operationsverfahren?

    Deformitäten am Schenkelhals-Kopf-Übergang oder Verknöcherungen des knorpeligen Pfannenrandes können durch eine Hüftarthroskopie beseitigt werden. So können wir der Entstehung einer Arthrose vorbeugen.

    Knorpeldefekte beim Erwachsenen heilen nicht spontan, weil Knorpel nach Abschluss des Körperwachstums nicht mehr nachwächst. Diese Defekte können in eine sekundäre Arthrose münden. Abhängig von der Defektgröße besteht die Möglichkeit, den geschädigten Bereich arthroskopisch mit rekonstruktiven, autologen Knorpeltransplantationen zu behandeln. Auf diese Weise kann der Einsatz eines Gelenkersatzes hinausgezögert werden.

    Achskorrigierende Eingriffe am Oberschenkelknochen zur Arthrosebehandlung sind heute kaum noch indiziert.

  • Ich habe bereits eine Prothese und benötige Ersatz (Revisionsendoprothetik). Haben Sie damit Erfahrung?

    Verschiedene Gründe machen eine Endoprothesenwechseloperation erforderlich. Die aseptische Lockerung des Implantats entsteht, wenn die Verbindung zwischen dem Implantat und dem gewachsenen Knochengewebe zerstört ist. Dies ist ein allmählich voranschreitender Prozess. Dieselben Folgen hat eine Zerstörung der zementierten Verbindung zwischen Knochen und Zementmantel einerseits oder Zementmantel und Implantat andererseits.

    Die Ursachen hierfür sind unterschiedlicher Natur und reichen von der Materialermüdung über die sogenannte Partikelkrankheit bis hin zu septischen Komplikationen.

    Der einzeitige septische Prothesenwechsel, d.h. der Austausch der infizierten Prothese innerhalb einer Operation, gehört für die Spezialisten des ONZ in der Behandlung periprothetischer Infektionen zum Standardrepertoire.

    In langjähriger enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Mikrobiologen werden regelmäßig septische Revisionen betroffener Gelenke erfolgreich durchgeführt.