
Wie funktioniert das menschliche Knie?
Das gesamte Knie wird von einer Gelenkkapsel umgeben. Dabei müssen die verschiedenen Teile des Gelenkes genau zusammenarbeiten. Kommt es zur Erkrankung eines der Teile des Kniegelenkes, ist die gesamte Funktionseinheit gestört. Dies drückt sich in den unterschiedlichsten Beschwerden aus. Der Bewegungsablauf des gesunden Kniegelenkes ist komplizierter als der aller anderen Gelenke des menschlichen Körpers.
Das Kniegelenk hat eine gleitende Gelenkachse, die in fünf Richtungen bewegt werden kann. Im Wesentlichen handelt es sich um Roll – und Gleitbewegungen des Oberschenkels auf dem Unterschenkel. Dabei sind bei der Beugung des Kniegelenkes leichte Drehbewegungen nach außen und innen möglich. Bei voller Streckung sind diese Beweglichkeiten aufgrund der Stabilität durch die Bänder gesperrt.
Erkrankungen am Kniegelenk, die zu einem Gelenkersatz führen
Ein künstlicher Gelenkersatz ist dann notwendig, wenn die Zerstörung des Knies so groß ist, dass ein gelenkerhaltender Eingriff nicht mehr sinnvoll ist. Die Abnutzungserkrankung des Kniegelenkes, die sogenannte Arthrose, kann die Folge der altersmäßigen Abnutzung des Gelenkknorpels sein. Der Verschleiß übersteigt dann das altersgemäße Maß und führt zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Ursache für die Abnutzung können Fehlbelastungen durch Verformung des Beines (O-Bein / X-Bein), alte Verletzungen oder Entzündungen im Kniegelenk sein. Die dünneren Knorpelschichten reiben aufeinander. Wenn der Knorpel soweit abgerieben ist, das der Knochen freiliegt, führt jede Bewegung zu Schmerzen. Die Gelenkinnenhaut produziert dann eine größere Menge an wenig gleitaktiver Gewebeflüssigkeit, wodurch ein Gelenkerguss ensteht. Der Patient hat dadurch starke Schmerzen.
