Außenmeniskus (links) und Innenmeniskus (rechts) mit der Einteilung in einen vorderen, mittleren und hinteren Abschnitt (mit frdl. Genehmigung
Fa. Arthrex, Karlsfeld)
Arthroskopische Meniskusoperationen
Das elastische Meniskusgewebe liegt zur Vergrößerung der Auflagefläche und Kraftübertragung zwischen den Gleitflächen von Ober- und Unterschenkel.
Der Meniskus hat im Gelenk eine wichtige (Puffer-)Funktion, indem er die Druckbelastung verteilt und auch wesentlich zur Stabilität beiträgt. Dabei unterliegt der Innenmeniskus dem größeren Belastungsstress, da er durch seine Verwachsung mit der Kapsel und dem Innenband wesentlich weniger mobil ist als der frei gleitende Außenmeniskus. Das ist der Grund, warum der Innenmeniskus deutlich häufiger degenerativen Veränderungen und Verletzungen ausgesetzt ist.
Hinzu kommt, dass der Meniskusknorpel zum freien Rand hin eine immer schlechtere Durchblutung hat und somit Verschleißerscheinungen, und insbesondere Risse, nicht mehr ausheilen können.
Durch die Walkbewegungen zwischen der Oberschenkelrolle und dem Schienbeinkopf tragen die Menisken auch zur „Massage“ und Ernährung sowohl des eigenes Meniskusgewebes als auch des Gelenkknorpels bei. Fehlt der Meniskus, kommt es daher langfristig immer zu degenerativen Veränderungen in dem betreffenden Gelenkabschnitt.
Heute ist es jedoch durch die modernen Techniken der Gelenkspiegelung (Arthroskopie) möglich, in den meisten Fällen bei einer notwendigen Operation einen Großteil des Meniskus zu erhalten und somit die Operationsergebnisse wesentlich zu verbessern und die Spätfolgen lange und viele Jahr zu verzögern.
Meniskusrisse können unfallbedingt (traumatisch) oder verschleißbedingt (degenerativ) entstehen. Der Innenmeniskus ist, wie bereits oben erwähnt, häufiger als der Außenmeniskus betroffen.
Auf Grund der genannten negativen Langzeitfolgen nach einer Meniskusentfernung versuchen wir mit allen Mitteln, so viel Meniskus wie möglich zu erhalten. Ein gerissener Meniskus kann unter bestimmten Bedingungen wieder angenäht werden.
Gute Heilungsraten des Meniskus bestehen bei der Naht in der basisnahen, gut durchbluteten Region. Ob eine Naht des gerissenen Meniskus in Frage kommt muss bei der jeweiligen Operation vom erfahrenen Operateur entschieden werden.
Wir verwenden zur Meniskusnaht neben herkömmlichem chirurgischem Nahtmaterial auch spezielle Nahtsysteme, mit denen wir auch schwer zugängige Meniskusabschnitte reparieren und Nerven- und Gefäßverletzungen vermeiden können.



Verschiedene Möglichkeiten der arthroskopischen Meniskusnaht mit Faden-Ankersystemen
(mit frdl. Genehmigung Fa. Arthrex, Karlsfeld)

