(Bild Fa. Arthrex)
3. Impingementsyndrom („Schulterengpasssyndrom“)
Leidet man an einer Enge im Bereich des Schulterdaches so entsteht eine Schleimbeutel- und Kapselentzündung unter dem knöchernen Schulterdach. Diese wirkt behindernd bei der Seitwärtshebung und Drehung des Armes und führt meist zu nächtlichen Schmerzen und zu bewegungsabhängigen Beschwerden und Problemen bei Arbeiten in Gesichtshöhe bzw. über Kopf.
Besteht ein solches Impingementsyndrom (Schulterengpassyndrom) über einen langen Zeitraum, kann es schon durch stärkere Muskelanspannung oder einen leichten Unfall zu einem Riss in der Sehnenmanschette des Schultergelenkes (Rotatorenmanschette) kommen. Manchmal ist ein Impingementsyndrom auch vergesellschaftet mit Kalkeinlagerungen in einer Sehne des Schultergelenks oder einem Gelenkverschleiß im Schultereckgelenk. Bewegungseinschränkungen im betroffenen Schultergelenk, verbunden mit Einsteifung, können ebenfalls durch ein Impingementsyndrom erzeugt werden.
Häufigste Schmerzursache des Impingementsyndromes ist ein störender Knochensporn an der Unterseite des Schulterdaches. Sollte eine konservative (nicht operative) Therapie mit Medikamenten, Spritzen und Krankengymnastik nicht erfolgreich sein, ist eine Operation angezeigt. Dabei werde Spornbildungen am Knochen sowie verdicktes Schleimbeutelgewebe arthroskopisch mit Minifräsen abgeschliffen bzw. entfernt. Danach hat die darunter gleitende Oberarmhebemuskulatur und die Rotatorenmanschette wieder ausreichend Platz. Entzündliche Reizungen klingen ab und Schmerzen gehen zurück.
Im Anschluss an jede Schulteroperation ist die postoperative Behandlung von großer Bedeutung. Für einige Wochen muss die operierte Schulter geschont und krankengymnastisch nachbehandelt werden.
Arthroskopische Erweiterung des subacromialen Raumes (OP-Bild):

