(Bild Fa. Arthrex)

4. Schäden an der Rotatorenmanschette (Rotatorenmanschettenriß)

Die Rotatorenmanschette setzt sich aus vier Muskeln zusammen, die vom Schulterblatt zum Oberarmkopf ziehen. Die Funktion besteht darin, den Arm zu bewegen und das Schultergelenk zu stabilisieren. Durch Verschleißprozesse, hohe mechanische Beanspruchungen und in seltenen Fällen auch allein durch ein Unfallereignis kann es zu einer teilweisen oder kompletten Rissbildung kommen. Die Häufigkeit der dieser Risse nimmt im Laufe des Alters zu.

In vielen Fällen führen diese Rotatorenmanschettenrisse zu starken Schmerzen und Kraftverlust der Schulter und können dann operativ repariert werden. Das Ziel der operativen Behandlung ist die Schmerzausschaltung sowie die Wiedererlangung der Kraft und Beweglichkeit.

Die Naht erfolgt je nach Größe des Risses in arthroskopischer oder offener Technik. Im Rahmen dieses Eingriffes erfolgt eine Erweiterung des Raumes unter dem Schulterdach. Viele Risse können mittlerweile in der schonenderen arthroskopischen Technik genäht werden.

Im Anschluss an eine Naht der Rotaroenmanschette ist die postoperative Behandlung von entscheidender Bedeutung. Für einige Wochen muss die operierte Schulter geschont und krankengymnastisch nachbehandelt werden.