Verkrümmte Kleinzehe
Diese häufig durch familiäre Veranlagung entstehende Fehlstellung verursacht eine Einwärtsdrehung der Kleinzehe, sodass sie über oder unter seinen Nachbarn zu liegen kommt. Das Fettpolster unter der Zehe, auf dem man normalerweise geht und steht, verliert den Kontakt mit dem Boden. Nicht belastungsfähige Haut tritt an ihre Stelle. Es bildet sich Hornhaut oder ein Hühnerauge.

Behandlung:
Ein Keil der Haut und des Knochens werden entfernt, um die Zehe wieder gerade zu richten. Sie wird manchmal mit einem Draht in Position gehalten.
Nachbehandlung:
Bis zur Heilung wird ein spezieller Schuh getragen. Der Draht wird nach 2-3 Wochen schmerzlos entfernt.
Schneiderballen (Verdickter Kleinzehenballen)
Ähnlich wie an der Großzehe, kann auch der 5. Mittelfußstrahl zu weit abgespreizt sein. Es bildet sich eine schmerzhafte Schwiele am Köpfchen des 5. Mittelfußknochens, welche im Schuh drückt.
Behandlung:
Je nach Ausprägung wird eine Knochenabtragung am Köpfchen, eine Umstellung des Knochens im Köpfchenbereich oder im Schaftbereich notwendig. (das 5. Mittelfußköpfchen wird dadurch näher an das 4. herangebracht).
Nachbehandlung:
Mit einem speziellen Schuh ist eine Belastung meist von Anfang an möglich. Manchmal muss aber auch über 4-6 Wochen ohne Belastung an Gehstützen gegangen werden.
