Wie man sich nach einer Kniegelenkoperation verhalten sollte
Der Erfolg einer Kniegelenkoperation hängt entscheidend von der Nachbehandlung bzw. von Ihrem Verhalten danach ab.
Im Krankenhaus lernen Sie mit Hilfe des Physiotherapeuten Ihr Gelenk wieder zu benutzen, sodass Sie nach Ihrer Entlassung den Alltag wieder selbstständig erledigen können.
Durch die Kniegelenkoperation können Sie Ihr Leben wieder schmerzfrei und mit mehr Bewegung genießen. Vergessen Sie aber bitte nicht, Ihren Arzt in den nächsten Jahren regelmäßig zu Nachuntersuchungen aufzusuchen. Hierdurch werden Komplikationen, die trotz Beschwerdefreiheit später auftreten können, frühzeitig erkannt. Die Nachuntersuchungen sollten Sie in den Prothesenpass eintragen, den Sie mit einer ausführlichen Patienteninformationsbroschüre erhalten.
Mit leichten physiotherapeutischen Übungen lernen Sie bereits im Krankenhaus Ihr Gelenk wieder zu benutzen. Die erlernten Übungen sollten für Sie auch später, wenn Sie das Krankenhaus verlassen haben, fortsetzen.
Was besonders günstig für Sie ist
- Unterarmgehstützen für etwa 4 Wochen benutzen.
- Regelmäßige Spaziergänge auf gut ausgebauten Wegen.
- Aufrechter Gang mit gleichlangen Schritten
- Tragen von Schnürschuhen mit weichen, elastischen Sohlen.
- Richtiges Anziehen der Schuhe.
- Radfahren im Freien oder auf dem Heimtrainer.
- Regelmäßiges Schwimmen mit Kraulbeinschlag.
Was Sie unbedingt vermeiden sollten
In den ersten 12 Wochen nach der Operation sollten Sie alle extremen Belastungen des Knies vermeiden:
- Sportarten mit ruckartigen Stoß- und Schwerbelastungen auf das Kniegelenk (z. B. Tennis, alpiner Skilauf, Jogging, Sprungsportarten, Heimfahrradtrainer gegen Widerstand, Bergsteigen).
- Schwere körperliche Arbeiten.
- Heben und Tragen von Lasten (über 5 kg).
- Beinaufsetzen in O oder X-Stellung.
- Gewichtszunahme.
- Hocken oder Knien.
- Überbelastung und Kraftanstrengungen.
