Behandlung Bandscheibenvorfall / Degeneration

Wie kann ein Bandscheibenvorfall behandelt werden?

Mit zunehmendem Alter entsteht meist ein Bandscheibenvorfall, wenn der innere Kern der Bandscheibe seine gallertartige Konsistenz und somit die Funktion eines Puffers verliert. Dadurch wird der Faserring und vorzugsweise das hintere Längsband überdehnt und gelockert. Beim Heben von schweren Gegenständen vor allem mit vorgebeugtem Oberkörper oder anderen typischen Fehl- oder Überbelastungen der Wirbelsäule kann sich der Gallertkern in den Rückenmarkskanal vorschieben und auf das umliegende Nervengewebe drücken. In seltenen Fällen können auch Verletzungen oder Unfälle zu einem Bandscheibenvorfall führen.

Neben den altersbedingten Verschleißerscheinungen spielen Übergewicht, eine dauerhafte Fehlbelastung der Wirbelsäule sowie eine zu schwache Rückenmuskulatur bei der Entstehung eines Bandscheibenvorfalls eine Rolle.

Die Symptome eines Bandscheibenvorfalls sind abhängig von Lage und Schweregrad und davon, welche benachbarten Nervenstrukturen betroffen sind. Ein Bandscheibenvorfall muss nicht unbedingt Schmerzen hervorrufen, dennoch gehört der akut auftretende, stechende Schmerz zum klassischen Erscheinungsbild. Der Schmerz kann auf die Lendenwirbelsäule begrenzt sein oder in die Beine bis über die Knieregion hinaus ausstrahlen. Oft kommt es dabei in der betroffenen Region zu Empfindungsstörungen (Taubheit, Kribbeln) und zu einer Muskelschwächung. Husten und Niesen verstärken die Symptome. Bei einem Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule zeigen sich die Beschwerden in den Armen und Händen.

In seltenen Fällen kommt es aufgrund eines Bandscheibenvorfalls zu Störungen beim Stuhlgang und beim Wasserlassen, die mit einem Taubheitsgefühl im Anal- und Genitalbereich und auf der Innenseite der Oberschenkel verbunden sind. Diese Symptome gelten als Notfall und müssen umgehend operativ behandelt werden.

Endoskopische Bandscheibenoperationen

Unter bestimmte Voraussetzungen besteht bei einem lumbalen Bandscheibenvorfall (Bandscheibenvorfall an der Lendenwirbelsäule) die Möglichkeit der sogenannten endoskopischen Operation. Dabei kann über einen unter einen Zentimeter großen Hautschnitt entweder im Bereich der Flanke oder des unteren Rückens der Bandscheibenvorfall entfernt werden. Dieses Verfahren ist für den Patienten sehr schonend, da auf eine großflächige Eröffnung des Spinalkanals verzichtet wird. Hierdurch wird die vom Patienten häufig gefürchtete Narbenbildung nahezu vollständig reduziert. Aufgrund des sehr schonenden Operationsverfahrens kann der/die Patient/in das Krankenhaus in der Regel bereits nach 4 Tagen verlassen.

Allerdings eignen sie sich nicht für alle Erkrankungstypen. Es kommen in erster Linie einfache und frische Bandscheibenvorwölbungen und Bandscheibenvorfälle ohne Sequestrierung in Frage. Voroperierte Betroffene können mit dieser Methode nicht behandelt werden.

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