Behandlung Chondropathia Patellae

Bislang hat noch niemand die ideale Therapie für die Chondropathia patellae gefunden, doch werden konservative und operative Behandlungsvorschläge in Hülle und Fülle angeboten. Häufig liegt den Kniebeschwerden lediglich eine Muskelschwäche zugrunde, wodurch die Kniescheibe in ihrer Stabilität gelockert wird und auf einem abnormen Weg, in der Regel nach außen, zu gleiten beginnt.

Deshalb sollten alle Patienten mit Beschwerden von Seiten eines Knorpelschadens hinter der Kniescheibe zunächst krankengymnastisch behandelt werden.

Patienten mit Kniescheibenbeschwerden können durch konsequente krankengymnastische Übungen entscheidend zur Besserung ihrer Symptomatik beitragen. So einfach die Übungen teilweise auch sind, der Patient muß einen eisernen Willen zur konsequenten Mitarbeit haben, sonst bleibt der Erfolg aus. So früh wie möglich gilt es, die Muskeln zu kräftigen. Einfachste Übung: Nach 5 Sekunden Entspannung das gestreckte Bein 25-50 mal bis auf 60cm von der Unterlage abheben und 8 Sekunden maximal anspannen. Die Serie soll dreimal täglich durchgeführt werden.

Wenn schwache Muskeln die Ursache für Kniescheibeninstabilität sind, können die Beschwerden durch physikalische Therapie bereits innerhalb von ein bis zwei Monaten zum Verschwinden gebracht werden. Besonders der Zustand der Streckmuskulatur am Oberschenkel, vor allem des mittleren und inneren Muskelbauches spielt für die Stabilisierung der Kniescheibe in ihrer normalen Gleitbahn eine wichtige Rolle. Der Stärkung der Kniestrecker kommt deshalb in einem 4-Phasen-Programm besonderes Gewicht zu. In ausgedehnten mechanischen Untersuchungen wurde die Zugrichtung der einzelnen Oberschenkelstreckmuskeln exakt bestimmt und der Einfluss der einzelnen Muskelzüge auf den Gleitweg der Kniescheibe untersucht. Wenn der zur Innenseite des Oberschenkels gelegene Muskelanteil zu schwach ist, kann er seine wichtige Funktion nicht ausüben, die darin besteht, bei der Streckung die Verschiebung und Kippung der Kniescheibe nach außen zu verhindern.

Durch die Muskelschwäche kann es zu gelegentlichen Verrenkungen der Kniescheibe nach außen kommen. Damit die Kniescheibe wieder normal gleitet, muss deshalb unbedingt dieser Muskel gestärkt werden.

Vier Übungsstufen:

1.Phase:
Isometrische Anspannungsübungen des inneren und mittleren Oberschenkelmuskels, besonders der Teil, der am inneren oberen Kniescheibenrand ansetzt. Diesen Muskel mit der Hand tasten und das Ausmaß der Anspannung kontrollieren. 10 Sekunden anspannen – 10 Sekunden entspannen.

Dies 10 x wiederholen, dann 10 Minuten Pause. Pro Tag 10 Serien dieser Übung. Außerdem die Beine von außen an einen Stuhl legen und 10 Sekunden fest nach innen drücken. 10 x wiederholen. 3 x täglich das gestreckte Bein 25 – 50 x bis auf 60cm von der Unterlage abheben und seitlich strecken – ablegen.

Zur Ergänzung: Schwimmen, Konditionstraining, Eispackungen bei entzündlichen Reaktionen, evtl. Verbände mit Sportsalben.
Wenn nur noch geringer Gelenkerguß, Überwärmung und Schmerzen vorliegen:

2.Phase:
Widerstandsübungen mit Gewichten, die auf das Sprunggelenk gelegt werden. Man beginnt mit 1-3 kg und steigert jeweils um 1 kg bis die Belastung 5 kg erreicht. Jetzt darf auch mit Radfahren begonnen werden (zunächst nur langsam und in der Ebene).

3.Phase:
Nach 2-3 Wochen, falls das gestreckte Bein ohne Schmerzen von der Unterlage abgehoben werden kann (Streckhemmung höchstens 15 Grad): Rasche, häufige Wiederholung der Übungen aus Phase 2 mit geringer Gewichtsbelastung sowie Schwimmen und Radfahren.

4.Phase:
Wiedergewinnung und Erhalt der Muskelkraft: 2-3 mal wöchentlich Übungen der Phase 3. Zusätzlich Übungsprogramm in einer selbst gewählten Sportart sowie Lauftraining. Beim Laufen auf weichem Untergrund sind anfänglich plötzliche Richtungsänderungen zu vermeiden. Nach jedem Training soll das Kniegelenk vollständig gebeugt werden.

Falls durch dieses vierphasige Bewegungsprogramm keine deutliche Besserung der Kniebeschwerden eintritt, ist eine Operation angezeigt.

Sie haben Fragen oder Anregungen zum Thema? Dann nehmen Sie noch heute Kontakt zu uns auf oder vereinbaren Sie ganz einfach und unkompliziert einen persönlichen Beratungstermin!

Die Knie-Spezialisten.

Dr. Neuhaus ist ein ausgewiesener Spezialist der Fuß- und Sprunggelenkserkrankungen des Kindes und Erwachsenenalters. Seine operativen Schwerpunkte liegen in der Fuss - und Sprunggelenkschirurgie, Schulter und Kniechirurgie einschließlich der Knorpelchirurgie. Dr. Bernard Neuhaus mehr Termin vereinbaren Dr. Ahrens ist spezialisiert auf die operative Versorgung aller großen Gelenke des Menschen. Seine operativen Schwerpunkte sind die gelenker- haltenden Operationen, inklusive der Knorpelchirurgie, die Endoprothetik und Revisionsendoprothetik. Dr. Jan Ahrens mehr Termin vereinbaren Dr. Steens ist ein gefragter Spezialist für Erkrankungen an Hüfte, Knie und Sprunggelenk. Er ist zertifizierter Knorpelspezialist. Dr. Wolfram Steens mehr Termin vereinbaren Im ONZ ein gefragter Spezialist bei Erkrankungen des Schultergelenkes, der Hüfte und des Knies. Dr. Maximilian Timpte mehr Termin vereinbaren